Anker-Watch, Übersetzungstätigkeit, Whatsapp-Newsletter etc.

Neuigkeiten aus dem MFR

  • Anker-Watch: kritisches Montoring der bayrischen Anker-Zentren

Die Einführung der ANKER-Zentren hat für alle, die haupt- oder ehrenamtlich im Flüchtlingsbereich aktiv sind, einen großen Wandel gebracht. Der Zugang zu und der Austausch mit den Geflüchteten ist durch die häufig abgelegenen Lager und die Unzugänglichkeit sehr viel schwieriger geworden als zuvor. Gleichzeitig nimmt scheinbar der Bedarf an Unterstützung wegen der schwierigen Umstände in den ANKER-Einrichtungen zu. Uns wurden von Geflüchteten aus den ANKER-Zentren immer wieder gravierende Missstände, fatale Lebenssituationen und Gewalterfahrungen berichtet. In den meisten ANKER-Zentren gibt es nur wenige aktive Ehrenamtliche, der Zugang wird kompliziert gestaltet und die Belastung und Frustration für Ehrenamtliche ist dort hoch. Um trotz der isolierten Lage der ANKER-Zentren mehr Einblick in die Lebenssituation der Menschen zu bekommen, ihnen eine Stimme zu geben und dies auch der Öffentlichkeit bekannt zu machen, haben wir gemeinsam mit dem Bayrischen Flüchtlingsrat und einem breiten Netz an unterstützenden Organisationen und Einzelpersonen „ANKER-Watch“ gegründet. So wird zum einen durch eine Umfrage erhoben, wie die Zustände in den Einrichtungen sind und zum anderen eine Plattform für Experten- und Betroffenenberichte zu dem Thema geboten. Ziel ist es, die Isolation zu durchbrechen und die Problematik der Öffentlichkeit transparenter zu machen. Die Website kann hier abgerufen werden, außerdem könnt Ihr Anker-Watch auf Facebook, Twitter und Instagram folgen.

 

  • Gesucht: Übersetzer*innen für Beratung in der Abschiebehaft am Flughafen

Wie wir bereits in einem vergangenen Newsletter angekündigt haben, hat der Münchner Flüchtlingsrat hat ein neues Projekt: Wir beraten Personen in der Abschiebehaft am Flughafen München immer mittwochs zwischen 10 und 12. Die Verständigung ist jedoch manchmal sehr schwierig, daher brauchen wir eure Unterstützung!
Wir suchen jemanden, der*die Lust und Zeit hat, mittwochs zwischen 10-12 Uhr telefonisch zu dolmetschen. Benötigte Sprachen: Arabisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Albanisch, Farsi, Paschtu, Georgisch, Somali, Tigrinya
Es geht um einfache Sätze, es werden keine komplizierten Beratungs-gespräche sein, die übersetzt werden müssen. Ihr müsstet auch nicht immer durchgehend zur Verfügung stehen. Es wäre einfach sehr hilfreich, wenn wir eine kleine Gruppe von Dolmetscher*innen hätten, die wir bei Bedarf kontaktieren dürfen. Abgesehen davon suchen wir jemanden, der uns ein DIN A 4 Blatt übersetzt, in dem wir über dieses Projekt informieren. Benötigte Sprachen: Paschtu, Somali, Tigrinya. Wenn ihr Interesse habt meldet euch bitte unter aktiv@muenchner-fluechtlingsrat.de oder ruft an unter der 089-12390096. Hier findet Ihr diese Informationen auch noch einmal als Aushang, über weitere Verbreitung würden wir uns freuen.

  • Englischer Newsletter von jetzt an via WhatsApp

Bisher haben wir wöchentlich eine gekürzte Version dieses Newsletters auf Englisch angeboten, um auch nicht-deutschsprachigen Personen Zugang zu den Informationen zu ermöglichen. Nun haben wir uns entschieden, dieses Angebot statt per E-Mail zukünftig via WhatsApp-Broadcast zu veröffentlichen, um auch Geflüchtete ohne E-Mailzugang zu erreichen. Anmelden können sich Interessierte durch eine WhatsApp-Nachricht an +491747307148. Über diese Nummer wird ausschließlich der Newsletter verschickt und keine Beratung angeboten. Hier findet ihr außerdem einen Aushang zu diesem Angebot.

  • 30.07. –  Nächste Sendung des MFR  bei LORA München zum Thema „Solidarity City“

Am Dienstag, dem 30.Juli um 17.00 Uhr, läuft wieder die Sendung des Münchner Flüchtlingsrates beim Bürger-Radio LORA München. Unser Thema heißt diesmal: „Solidarity City“ – wie eine solidarische Stadtgemeinschaft  Flüchtlinge integrieren kann.
In der Sendung geht es um die Frage, wie das Zusammenleben in der Stadt so organisiert werden kann, dass alle teilhaben können – auch Geflüchtete. Eine Antwort auf diese Frage versucht das Bündnis „Solidarity City München“ zu geben, ein Zusammenschluss von Flüchtlingshelfern, Wissenschaftlern und Aktiven in der Nord-Süd-Arbeit.
Leitbild von Solidarity City ist die Idee einer solidarischen Stadt. Das bedeutet: Die Stadt soll für jeden und jede da sein – unabhängig von Herkunft und Geschlecht, Aufenthaltsstatus und finanziellen Möglichkeiten.
Ende Juni veranstaltete das Bündnis „Solidarity City München“ eine Tagung, bei der in verschiedenen Workshops über Möglichkeiten zur Umsetzung der Idee von der solidarischen Stadt diskutiert wurde.
Dabei ging es um Themen wie: Auf welche Weise kann man Feindseligkeit gegenüber Flüchtlingen offensiv begegnen? Welche Chancen bietet das Konzept einer eigenen Stadtbürgerschaft, die auch für Geflüchtete gilt? Und: Wie weit können oder müssen wir gehen beim Schutz von Flüchtlingen? Wir haben einige der Workshops besucht und anschließend mit den Referentinnen und Referenten gesprochen.
Nach der Aussendung wird der Beitrag wie immer hier als Podcast abrufbar sein.

  • Münchner Mentoren e.V. werden Teil des MFR

Seit Juli 2019 existiert der Verein Münchner Mentoren nicht mehr eigenständig, sondern wird als ein Projekt des Münchner Flüchtlingsrats e.V. weitergeführt. Momentan befinden wir uns in der Umstrukturierung, zukünftig läuft die Vermittlung und Betreuung von Pat*innen und Vormündern über die Ehrenamtskoordination des Münchner Flüchtlingsrats. Alle Informationen zu unseren Projekten findet Ihr hier.

  • Neues Design für unsere Homepage

Unsere Website hat ein neues Design bekommen! Die neue Homepage ist aber natürlich weiterhin unter http://muenchner-fluechtlingsrat.de/ erreichbar.

  • Einzelfälle für §25b AufenthG gesucht

Wir sind auf der Suche nach Einzelfällen, die versucht haben, einen Aufenthalt nach §25b AufenthG zu bekommen, aber die Ausländerbehörde München den Aufenthalt nicht gewährt hat oder verzögert. Auch Fälle, die potenziell in naher Zukunft für den §25b in Frage kommen (kurz gesagt: Duldung, Aufenthalt seit min. 6 Jahren, Integrationsleistungen), sind für uns von Interesse. Wir freuen uns, wenn ihr uns diese Fälle melden könntet.

  • Spendenaufruf: Beratung in der Abschiebehaft

Letzte Woche hat ein ehrenamtliches Team mit der Beratung von Personen in der Abschiebehaft am Münchner Flughafen begonnen. Seit September 2018 sind hier in einem ehemaligen Flugzeughangar in umzäunten Containern Migrant*innen eingesperrt, welche aufgrund einer geplanten Abschiebung inhaftiert sind. Rechtsanwält*innen und Beratungsstellen berichten, dass etwa 50% der Inhaftierungen rechtswidrig sind. Doch ohne die nötige Unterstützung bleiben diese rechtswidrigen Inhaftierungen unbemerkt, denn am Ende des Aufenthaltes in der Haft steht die Abschiebung. Um die unabhängige Beratung durchführen zu können, werden dringend Spenden benötigt, v.a. für Material-, Fahrt- und Rechtshilfekosten. Wenn Ihr die Beratung unterstützen wollt, spendet bitte an
Münchner Flüchtlingsrat e.V.
Stadtsparkasse München
IBAN: DE22701500000000314344
Verwendungszweck: Abschiebehaft

  • Der Münchner Flüchtlingsrat ist jetzt auch bei Instagram!

Seit kurzem sind wir auch offiziell auf Instagram vertreten. Hier könnt Ihr uns folgen, um auf dem Laufenden zu bleiben!

 

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