Stellenausschreibung Projektmitarbeiter*in (m/w/d) Fachstelle Asyl und Geschäftsstelle

 (24 Std./ Woche) TVöD 10

Wir suchen ab 01.01.2020 eine*n neue*n Mitarbeiter*in in unserer Geschäftsstelle und dem Projekt MFR- Fachstelle Asyl.

Der Münchner Flüchtlingsrat setzt sich seit über 30 Jahren für die Rechte Geflüchteter ein und unterstützt Geflüchtete und Ehrenamtliche durch sein fundiertes Fachwissen.

Aufgaben

  • Durchführung der Asyl- und Aufenthaltsrechtssprechstunden
    • Verantwortungsvolle Beratung bzgl. aller asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen von Geflüchteten, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
    • Kontakt mit Behörden, Sozialdiensten, Therapeut*innen, Anwält*innen und Unterkunftsbetreiber*innen im Namen der Geflüchteten
    • Nachbearbeitung der Einzelfälle
  • Beratung und Auskunft per Mail und Telefon
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation und Durchführung von Fortbildungsreihen, Fachvorträgen und Fortbildungen zu Asyl- und Aufenthaltsrechtlichen Themen für Organisationen, Hauptamtliche und Ehrenamtliche
  • Erstellen von Handreichungen zu relevanten Themen des Asylsystems mit Bezug zu München und Umgebung
  • Repräsentation des Gesamtvereins in der Öffentlichkeit
  • Pflege des Internetauftritts
    • Pflege der Webseite mit Fachinformationen für Geflüchtete und Ehrenamtlich in München und Umgebung
  • Fundraising
  • Teilnahme an Vernetzungs- und Austauschtreffen mit politischen Akteur*innen und anderen Organisationen

Voraussetzungen

  • Berufserfahrung im Bereich Asyl/ Geflüchtete
  • Tiefgreifende Kenntnisse des Asyl- und Aufenthaltsrechts
  • Studium in relevantem Fachbereich
  • Politisches Interesse am Thema Flucht und Asyl
  • Hohe Motivation
  • Hohe Eigenverantwortlichkeit
  • Hohe Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • Sprachkenntnisse (sehr gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung, weitere von Vorteil)

Bewerbung bis zum 29.10.19 an info@muenchner-fluechtlingsrat.de

Veranstaltung: Seenotrettung – Was können wir tun?

Veranstaltung: Seenotrettung – Was können wir tun?

Vortrag und Workshop

Wann: Freitag, 11.10.2019, 18 Uhr

Wo: Münchner Flüchtlingsrat, Goethestraße 53, 80336 München, Raum 006

Weltweit sind so viele Menschen wie nie zuvor auf der Flucht. Auch wenn die Zahlen der im Mittelmeer umgekommenen Menschen seit 2017 rückläufig sind, ertrinken direkt vor den Toren Europas weiterhin täglich Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben. Bis 2. August wurden in diesem Jahr 840 Ertrunkene registriert. Klar ist: Jeder Tod ist einer zu viel und nicht hinnehmbar!

Nachdem die italienische Seenotrettungsleitstelle seit letztem Jahr konsequent an die sogenannte „Libysche Küstenwache“ verweist, hat sich die Situation in der Rettungszone deutlich verschärft. Inzwischen gibt es nur noch wenige NGOs, die weiterhin im Mittelmeer aktiv sind. Sie sind zunehmender Festsetzung ihrer Schiffe und der Kriminalisierung ihrer Crews ausgesetzt. Die „Alan Kurdi“ der Organisation Sea-Eye e.V.  ist noch eines der wenigen freien Schiffe. Sea-Eye fuhr mit eigenen Schiffen 65 Missionen und rettete bis heute 14.621 Menschenleben.

Doch was zwingt Menschen überhaupt dazu ihre Heimat zu verlassen? Weshalb erhoffen sie sich ein besseres Leben in Europa? Wie läuft ein Rettungseinsatz einer NGO im Mittelmeer ab und wie erlebt eine geflüchtete Person selbst eine derartige Überfahrt und Rettungsaktion? Diesen und weiteren Fragen möchten wir im Rahmen dieser Veranstaltung nachgehen und dabei auch einen Blick darauf werfen, wie jeder einzelne von uns solidarisch leben und aktiv werden kann, um Fluchtursachen und damit auch weitere Tote im Mittelmeer zu verhindern.

  1. Teil: Vorträge (ca. 90 Minuten)
  • Iris Hüttner: Journalistin und Sea-Eye-Aktivistin, war 4 Wochen für Sea-Eye auf Malta und arbeitete in einer NGO zur Verhinderung von Fluchtursachen. Sie gibt einen Input zu rechtlichen Grundlagen und Fluchtursachen.

 

  • Ralph Götting: Paramedic, war im Mittelmeer bei Missionen von Sea-Eye dabei und trainiert die Crews für ihre Einsätze. Er liefert einen kurzen Bericht seiner letzten Mission auf der „Aland Kurdi“ (25. August bis 14. September).

 

  • Filimon Mebrhatom: Journalist und Kameramann, floh als Jugendlicher aus Eritrea und wurde 2014 von der italienischen Marine aus dem Mittelmeer gerettet. Er liest aus seinen Fluchtaufzeichnungen (in deutscher Sprache).

 

  1. Teil: Workshop – Was kann ich tun? (ca. 20 Minuten)

Im anschließenden Workshop möchten wir der Frage nachgehen, welchen Beitrag jede/r einzelne von uns zur Verhinderung von Fluchtursachen im Alltag leisten kann. Hierfür wird zunächst ein Blick auf den Begriff „Flüchtling“ geworfen und über die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen informiert. Ziel ist es auf interaktive Weise die Teilnehmenden zum aktiven Handeln zu motivieren.

 

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden.

Veranstalter: Save Me München, Münchner Flüchtlingsrat, Seebrücke München

 

Anmeldungen bitte per Mail an kampagne@save-me-muenchen.de

Änderungen im AsylbLG seit 1. September 2019

Hier findet ihr eine sehr gute Zusammenstellung der neuen Änderungen im AsylbLG von der Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. (GGUA).

Neuer Flyer Infobus Ingolstadt

Unser Projekt Infobus für Flüchtlinge in Ingolstadt/Manching hat neue Flyer in den Sprachen Deutsch, Englisch, Farsi und Französisch. Personen, die in Ingolstadt und Manching Beratung suchen, sind hier herzliche willkommen.

Hier der Flyer: 2019_08_Infobus_deutsch_engl_farsi_franz

Aktuelles: Hau-Ab-Gesetz in Kraft, die nächsten bekannten Sammelabschiebungen u.v.m.

Aktuelles und nützliche Informationen

  • So genannte „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ seit 21.8.19 in Kraft

Das Gesetz, besser bezeichnet als „Hau-Ab-Gesetz“, wird stark kritisiert. Was heißt das Gesetz für Geflüchtete? Unter anderem; vollständige Ausschluss von sämtlichen Sozialleistungen bei in anderen EU-Staaten anerkannten Flüchtlingen, Abschiebungshaftgründe werden ausgeweitet und der unionsrechtswidrige Vollzug der Abschiebungshaft in regulären Gefängnissen wird ermöglicht, eine neue „Duldung light“ als Status dritter Klasse für unerwünschte Geflüchtete wird eingeführt usw. Mehr Infos hier.

Zusätzlich: Fachkräfteeinwanderungsgesetz,  tritt im wesentlichen am 1.3.2020 in Kraft. Gesetz zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes tritt am 1.9.2019 in Kraft.

  • Informationsblatt für Geflüchtete, die nach Schweden rücküberstellt werden

Die Orientierungshilfe richtet sich an Beraterinnen und Berater, ehrenamtliche Unterstützerkreise und Betroffene. Sie soll bestehende Angebote, Verfahrenswege und Kontaktstellen in Schweden aufzeigen, um Rücküberstellte nicht ohne jegliche Information zu lassen. Eine Bewertung der Strukturen und Angebote ist nicht erfolgt. Das Informationsblatt ist auf unserer Website unter „Downloads“ abrufbar.

  • Informationen für die Unterstützung von Geflüchteten mit Behinderung

Welche Hilfen stehen Geflüchteten mit einer Behinderung zu, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können? Welche Rechtsansprüche haben sie auf gesundheitliche Hilfen? Und wie lassen sich ihre Rechte effektiv durchsetzen? Fluechtlingshelfer.info hat hierzu einen Beitrag verfasst sowie hilfreiche Arbeitshilfen zusammengestellt/gebündelt.

Nächste bekannte Sammelabschiebetermine

Hinweis: nur rechtskräftig abgelehnte Personen dürfen abgeschoben werden. Diesen empfehlen wir, rechtzeitig Beratung oder Anwält*in aufzusuchen.

  • 27.08. – Sammelabschiebung nach Afghanistan

Am 27.08 findet die nächste Abschiebung nach Afghanistan statt. In München wird diesmal um 20 Uhr gegen die Abschiebung am Flughafen protestiert. Weiter Infos  zum Protest findet Ihr am Besten auf der Seite der Karawane München oder auf facebook.

  • 28.08. – Sammelabschiebung nach Tunesien

Der Bayerische Flüchtlingsrat berichtete über eine geplante Sammelabschiebung nach Tunesien am 28.08. Der Flughafen ist bisher nicht bekannt.

  • weitere Sammelabschiebung nach Nigeria im September

Ein genaues Datum ist uns noch nicht bekannt. Gefährdet sind rechtskräfitg abgelehnte Nigerianer, die einen Pass besitzen oder an einer Botschaftvorführung teilgenommen haben. Wir empfehlen diesen Personengruppen dringend Beratung aufzusuchen.

Handreichungen / Arbeitshilfen / Leseempfehlungen


Lesenswertes / Sehenswertes

  • Gewalt bei Abschiebeflügen nimmt zu: „Die Bundespolizei setzt bei Abschiebungen immer häufiger Fesseln und andere sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt ein. […]

Allein im ersten Halbjahr benutzten Polizisten 1289 Mal Fuß- oder Handfesseln, Festhaltegurte oder Klettbänder, wenn sie ausreisepflichtige Menschen -meist per Flugzeug – aus dem Land schafften. Das war öfter als im gesamten Jahr 2018 und mehr als zehn Mal so oft wie im Gesamtjahr 2015.Mit dieser Zahl beantwortete das Bundesinnenministerium eine Frage der linken Bundestagsabgeordneten Ursula Jelpke, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.“ Hier weiter lesen.

 

#UNTEILBAR-Großdemo am 24. August in Dresden

Diese Woche ist es soweit. Am Samstag findet die #UNTEILBAR-Großdemo in Dresden statt!

https://www.unteilbar.org/

Das #ausgehetzt Bündnis hat hierfür 2 Busse gemietet, die, dank den zahlreichen Spenden, auch vollständig finanziert sind! Im 2. Bus sind sogar noch ein paar Plätze frei! Schnappt sie euch und setzt mit allen einen sichtbaren, antirassistischen und solidarischen Ausdruck in Dresden! Meldet euch hierfür unter dresden@ausgehetzt.org an!

Abfahrt ist am Samstag, den 24. August um 6 Uhr morgens am ZOB München und wir werden ca. um          18 Uhr von Dresden wieder zurück nach München fahren. Bitte denkt dran, dass am Wochenende die S-Bahn Stammstrecke gesperrt ist!

#KEINMENSCHISTILLEGAL

Wir sehen uns alle in Dresden!

Neue Fortbildungsreihe diesen Herbst

Wir starten unserer neue Fortbildungsreihe für haupt-und ehrenamtliche Unterstützer*innen. Alle weitern Infos findet ihr in unserem Herbst Flyer oder schreibt uns einfach eine Email.

Fachtag

25.10.2019

WIE SOLL DAS ALLES WEITERGEHEN?
Wir schauen in eine erschreckende Zukunft: Die neuen Migrationsgesetze werden dazu führen, dass ein Großteil der Geflüchteten und auch derer, die hier schon lange Leben, täglich schikaniert und unter Druck gesetzt werden. Aufenthaltsperspektiven für jene ohne Anerkennung vom BAMF werden systematisch untergraben. Wie soll das alles weitergehen? Der Fachtag beschäftigt sich mit den neuen Gesetzten und Möglichkeiten in dieser schwierigen Zeit Geflüchtete zu unterstützen.

 

Fortbildungen

07.10.2019
WIDERRUF & AUFENTHALTSSICHERUNG
Das BAMF leitet zurzeit zahlreiche Widerrufverfahren ein. Wie lässt sich also der Aufenthalt dauerhaft sichern?

21.10.2019
ASYL-& AUFENTHALTSRECHT
Einführung ins Asyl- und Aufenthaltsrecht durch Rechtsanwältin Fr. Nowack

13.11.2019
KLAGEVORBEREITUNG
Was ist im Klageverfahren zu beachten?

25.11.2019
GEFLÜCHTETE IN ARBEIT & AUSBILDUNG
Was erwartet uns beim Fachkräfteeinwanderungsgeset z? Wer darf wann arbeiten oder Ausbildung machen?

18.12.2019
PASSBESCHAFFUNG
Durch die neuen Gesetze wird die Passbeschaffung zu der wichtigsten Voraussetzung für die meisten Aufenthalts-erteilungen.

 

Vortrag

24.10.2019
UNTERSTÜTZUNG BEI DER WOHNUNGSSUCHE
An diesem Informationsabend erfahren Sie, wie Sie die Wohnungssuchenden ehrenamtlich am besten unterstützen können.

 

Workshop

18.11.2019
ARGUMENTATIONSTRAINING GEGEN RECHTS
Wie kann man rechten und menschenverachtenden Äußerungen begegnen? In Kooperation mit Pastinaken e.V.

 

 

Appell „Rückkehrzentren schließen!“

Umfrage Anker-Watch

Mit der Umfrage frägt das Bündnis „Anker-watch“ die Lebensbedingungen in den Lagern ab. Mitmachen kann jede*r, die/der Einblick in die Verhältnisse vor Ort hat. Helft mit Transparenz herzustellen.Weiter Infos und Teilnahme an der Umfrage hier.

Porträts von Resettlement-Geflüchteten in der Süddeutschen

Im Zuge des 10-jährigen Jubiläums unseres Projekts „Save Me“ hat die Süddeutsche Zeitung am 06.08. drei Porträts  über Geflüchtete veröffentlicht, die über Resettlement nach München kamen und von Save Me betreut werden. Den Artikel könnt Ihr hier nachlesen.