Nächste Radiosendung

Chor, Küche, Kunstwerkstatt – aktive und kreative Angebote für Flüchtlinge in München.

Kreativer Austausch verbindet, hilft Sprachbarrieren überwinden, macht Spaß und lässt etwas Gemeinsames, Neues entstehen. In München gibt es unzählige Angebote, wie sich umsonst und kreativ Zeit verbringen und gestalten lässt. 
In der aktuellen Sendung der Radiogruppe des Münchner Flüchtlingsrats  am Dienstag 29. August um 17 Uhr auf Radio Lora stellen wir kulturelle Projekte und Ideen für Flüchtlinge vor – ganz konkret am Beispiel des Chors der Fünf Kontinente, der Refugio Kunstwerkstatt und interkulturellem Austausch bei  „Über den Tellerrand kochen“. Außerdem gibt’s viele weitere Tipps und Informationen zum Thema Kunst, Kultur, Kreativität und Kommunikation von, mit und für Geflüchtete. Die Radiosendung kann unter Unserer Radiosendungen nachgehört werden.

Sammelanhörung Nigeria am 17.10.

Einige Geflüchtete, die rechtskräftig abgelehnt wurden, haben eine Vorladung erhalten, um am 17.08. zu einer Sammelanhörung nach Karlsruhe zu kommen. Während dieser Anhörung soll ihnen durch nigerianische Staatsangesellte die nigerianische Nationalität bestätigt werden, um anschließend Reiseausweise ausstellen zu können. Mit diesen Reisedokumenten können die Geflüchteten nach Nigeria abgeschoben werden. Die Sammelanhörungen dienen keinem weiteren Zweck als die baldige Abschiebung nach Nigeria vorzubereiten. Weitere Informationen auf Englisch zum Verbreiten findet ihr hier von den KollegInnen vom Bayerischen Flüchtingsrat.

Neues zur GÜB

Wir haben vor kurzem schon mal berichtet, dass das BAMF oft nicht rechtzeitig informiert ist, wenn nach einem negativen Bescheid Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht wurde. Das führte in letzter Zeit dazu, dass das BAMF der Ausländerbehörde (AB) mitteilte das Asylverfahren sei rechtskräftig beendet, obwohl sich die Personen im Klageverfahren befanden. Die Ausländerbehörde hat daraufhin den Betroffenen die Gestattung entzogen und eine Grenzübertrittsbescheinigung (GÜB) ausgestellt. Diese Praxis ist jetzt hoffentlich beendet. Die Ausländerbehörde hat uns mitgeteilt, dass sie in Zukunft 8-9 Wochen warten werden, ob nicht doch ein Klageverfahren besteht. Sollten also Geflüchtete nach einem negativen BAMF-Bescheid zur Ausländerbehörde müssen, dann unbedingt die Eingangsbestätigung oder Niederschrift der Klage vom Verwaltgungsgericht mitnehmen. Das ist zum Einen sicher eine Verbesserung für die Betroffenen, aber vor allem zeigt sich hierbei mal wieder, dass die Geflüchteten die Leittragenden sind, wenn Probleme in den Behörden bestehen. Lösungen hierfür scheinen erst dann gefunden zu werden, wenn Druck von außen aufgebaut wird.

Die weitere unerfreulichere Nachricht ist, dass die AB weiterhin daran festhält, den Geflüchteten mit rechtskräftigen Ablehnungsbescheid eine GÜB auszustellen und keine Duldung. Das hat u.a. Folgen für die Leistungsbezüge der Betroffenen, denn diese werden mit der GÜB seit kurzem auch in München gekürzt. Wir empfehlen sich in Falle von Leistungskürzungen diese immer schriftliche begründen zu lassen. Dann können wir schauen, ob es möglich ist dagegen zu Kalgen. Gerne damit zu uns kommen! Des Weiteren sollte immer geschaut werden, ob nicht doch ein Duldungsgrund besteht, also ein Grund, warum die Person akutell nicht abgeschoben werden kann (z.B. Krankheit) und eine Duldung beantragt werden.

Neue Umfrage zu Arbeits- und Ausbildungsverboten

Wir wollen uns erneut ein Bild machen, wie sich die Situation im Bezug auf Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis entwickelt. Gerade im Hinblick auf den Beginn von neuen Ausbildungen im Herbst wollen wir wissen, wie die Entscheidungspraxis der Ausländerbehörden aussieht.

Deshalb bitten wir alle Haupt- und Ehrenamtlichen Unterstützer uns alle Ihnen bekannten Fälle zu melden, in denen die Arbeits- oder Ausbildungserlaubnis verwehrt wurde (es geht nicht um Ablehnungen im Asylverfahren). Gerne auch bayernweite Fälle. Wir werden die Ergebnisse dann mit unseren Kollegen vom BFR teilen und sehen was zu tun ist.

Hier kommen Sie zur Umfrage!

Wir sind auf Ihre Informationen angewiesen, also bitte die zwei Minuten Zeit nehmen!

Wenn Sie konkrete Beratung zu diesem Thema brauche Mailen Sie uns direkt an info@muenchner-fluechtlingsrat.de oder rufen Sie an 089/123 900 96.