Save Me

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Wer wir sind

Die save me-Kampagne ist eine Initiative zur dauerhaften Aufnahme von Flüchtlingen über das Resettlement Programm der Vereinten Nationen. Die Initiative wird getragen von MünchnerInnen: SchülerInnen, StudentInnen, ProfessorInnen, Kreativen, TheatermacherInnen, UnternehmerInnen, RentnerInnen, und vielen anderen. Save me wird unterstützt von zahlreichen Organisationen und Institutionen wie dem Bayerischen Flüchtlingsrat, dem Münchner Flüchtlingsrat, den Münchner Kammerspielen, Refugio e.V. und anderen.

Der Anlass für die Initiierung der Kampagne war der 850-jährige Geburtstag der Landeshauptstadt München. Wir wollten von der Stadt und ihren BürgerInnen zum Jubiläum ein deutliches Signal sehen: München sollte sich bereit erklären, 850 Flüchtlinge aus einer aktuellen Krisenregion aufzunehmen, um ihnen einen Neuanfang in Sicherheit zu ermöglichen. Mehr als 50 weitere Städte haben sich der Kampagne – mit jeweils etwas abgewandelter lokaler Ausrichtung – angeschlossen. Save me wird durch die Landeshauptstadt München und die UNO-Flüchtlingshilfe gefördert.

Den großen Erfolg der Kampagne haben wir vor allem unseren zahlreichen UnterstützerInnen zu verdanken. Über 1100 PatInnen haben sich bisher bei save me München registriert und helfen Flüchtlingen aktiv bei ihren ersten Schritten in Deutschland. Sie unterstützen bei der Wohnungssuche, beim Deutschlernen, helfen den Kindern bei den Hausaufgaben und begleiten Betroffene bei Behördengängen.

(C) UNHCR/R. Brunnert.

 

Weitere Informationen über save me und aktuelle Termine gibt es unter:
www.save-me-muenchen.de

Hintergrund zum Resettlement Programm:

Kriege, politische Unruhen, Krisen – Menschen müssen aus den verschiedensten Gründen aus ihren Heimatländern fliehen. In erster Linie sind es die Nachbarstaaten solcher Krisenregionen, oft selbst arme Länder, die dann in kurzer Zeit die Aufnahme vieler tausender Flüchtlinge organisieren müssen und damit häufig strukturell überfordert sind. Flüchtlinge möchten so schnell wie möglich in ihre Heimat zurückkehren, doch oft lassen die Verhältnisse im Herkunftsland eine baldige Rückkehr nicht zu. Wenn für ein Erstzufluchtsland der Flüchtlingsstrom zu groß ist oder es die Sicherheit für eine dauerhafte Integration der Flüchtlinge nicht bieten kann, ist die Neuansiedlung in einem Drittland, das so genannte Resettlement, oft die einzig mögliche Lösung
Das Resettlement Programm der Vereinten Nationen ist ein Weg, diesen Menschen eine bessere Zukunft zu bieten. Statt der mühsamen Flucht über Europas Grenzen bestimmt der hohe Flüchtlingskommisar der Vereinten Nationen die besonders bedürftigen unter den Flüchtlingen, um für diese einen Platz in einem Aufnahmeland zu suchen. Etwa 80.000 Flüchtlingen erhalten auf diese Weise jährlich ein neues zu Hause. Die USA, Kanada oder Schweden gehören zu den Ländern, die jedes Jahr ein bestimmtes Kontingent an Migranten aus akuten Krisensituationen heraus aufnehmen und ihnen einen sicheren Aufenthalt gewähren. Deutschland hat sich bisher nur einmal in den 1970er Jahren am Resettlement beteiligt und vietnamesische Boatpeople sowie Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Bosnienkrieg aufgenommen.

Dieses Verfahren kann sicher nicht die Lösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik sein, aber es ist vielleicht für einige die Rettung. Lange, gefährliche und teure Fluchtwege könnten vermieden werden. Resettlement ist kein Ersatz für Asyl: Nach wie vor müssen Flüchtlinge das Recht haben, an europäischen Grenzen Schutz und Asyl zu fordern. Aber Resettlement könnte ein deutliches Signal setzen! Gegen Ausgrenzung, Anfeindung und Abschottung von Flüchtlingen.

Kontakt: Tel: 089 / 120 217 15 (Mo bis Do 9 bis 16 Uhr)
Fax: 089 / 123 921 88
E-Mail: kampagne@save-me-muenchen.de