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Informationen von Refugio auf Arabisch, Französisch und Dari: Corona und Ausgangsbeschränkungen, was hilft gegen Angst, Nervosität und Langeweile

Di, 21.4.: Nächste Sendung des MFR bei Radio LORA

Ankündigung LORA-Sendung 21.4.20

Dienstag, 21.4.: Nächste Sendung des MFR bei Radio LORA
Thema: Ehrenamt in der Geflüchtetenarbeit

Am kommenden Dienstag, dem 21. April 2020, gibt es von 19.00 bis 20.00 Uhr eine Wiederholung der letzten Sendung des MFR bei Radio LORA München. Wegen der Corona-Krise war es nicht möglich, eine neue Sendung zu produzieren. Wiederholt wird die Februar-Produktion, in der es um ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete geht. Diese Produktion ist bereits abrufbar als Podcast auf der Homepage des MFR.

Wer sich in seiner Freizeit für Flüchtlinge einsetzen möchte, hat dazu viele Möglichkeiten. In der Sendung geben wir eine Reihe von Beispielen. Etwa das von Gisela Sembritzki, einer Lehrerin, die beim MFR-Projekt Infobus mitarbeitet und dort Asylberatung für Geflüchtete anbietet.
Von einer anderen Art des Engagements erzählt Reinhold Schillinger: Der Pensionist hat Arabisch gelernt und tauscht sich mit seinem syrischen Sprachpartner aus. Er hilft ihm beim Deutschen und kann zugleich seine Arabisch-Kenntnisse vertiefen.

Auch Flo, 35 Jahre, gibt Nachhilfe für einen Geflüchteten. Flo’s Beispiel zeigt, dass es nicht bei der Nachhilfe bleiben muss. Aus dem gemeinsamen Lernen entwickelte sich nämlich eine Freundschaft: mit Abdul, einem 23-jährigen Afghanen, den Flo unterstützt.

Wie wichtig ehrenamtliche Arbeit für Flüchtlinge ist, zeigt das auch Beispiel einer 7-köpfigen Familie aus dem Sudan, die im Rahmen eines sogenannten Resettlement-Programms nach München kam. Die Familie braucht Unterstützung, um Deutsch lernen und in ihrer neuen Heimat Fuß fassen zu können. Der Münchner Flüchtlingsrat vermittelte eine Patenschaft für die Familie, die Alicia Tischer übernommen hat. Sie hat dabei wie die anderen Ehrenamtlichen die Erfahrung gemacht, dass ihr Engagement auch eine große Bereicherung für sie selbst ist.

Offener Brief an Dieter Reiter zur Flüchtlingsaufnahme

Wir unterstützen den offenen Brief der grünen Jugend an Oberbürgermeister Dieter Reiter und fordern die Aufnahme von mindestens 500 Geflüchteten aus Griechenland #leavenoonebehind

An den Oberbürgermeister Dieter Reiter
Sowie die Vertreter*innen der Koalitionsverhandlungen für den Stadtrat München

München, der 14. April 2020

Offener Brief der GRÜNEN JUGEND Bayern, der GRÜNEN JUGEND München, der linksjugend [‘solid] Bayern, des Bayerischen Flüchtlingsrats, des Münchner Flüchtlingsrats, der Münchner Mentoren, des Bellevue di Monaco, der Seebrücke München, der Solidarity City München und der Karawane

An den Außengrenzen der EU harren derzeit mehr als 40.000 Menschen in unwürdigen Verhältnissen aus. Es ist nicht vorstellbar, was passieren wird, wenn COVID-19 in den Flüchtlingslagern auf Lesbos und auf den anderen griechischen Inseln ausbricht, zumal die hygienischen und medizinischen Bedingungen dort katastrophal sind. Die Bundesregierung hat sich vergangene Woche zur Aufnahme von 50 unbegleiteten Minderjährigen verpflichtet , was angesichts der Situation vor Ort reiner Zynismus ist.

München hat sich zum Sicheren Hafen erklärt und somit Bereitschaft gezeigt, ein Kontingent an Geflüchteten aufzunehmen. Wir begrüßen außerdem den auf Antrag der SPD und der Grünen/Rosa Liste getroffenen Stadtratsbeschluss zur Unterstützung der Kampagne #LeaveNoOneBehind.

Es gilt jetzt vor allem, schnell zu handeln. Daher fordern wir Sie auf:

  1. Legen Sie eine konkrete Mindestzahl an Personen fest, die in München Schutz finden können und für die die Stadt Kapazitäten hat. Diese Zahl sollte höher als 500 sein, davon mindestens 120 unbegleitete Minderjährige, da für diese laut Aussage der Münchner Jugendhilfeverbände Platz ist.
  2. Üben Sie Druck auf die Landesregierung aus. Als Landeshauptstadt ist München in der Verantwortung und hat Vorbildfunktion und außerdem großen Einfluss innerhalb des Freistaats.
  3. Setzen Sie als drittgrößte Stadt Deutschlands ein Zeichen über die bayerischen Grenzen hinaus. Fordern Sie vom Bundesinnenministerium die Genehmigung für Landesaufnahmeprogramme, die derzeit unter CSU-Führung blockiert wird.

Die Corona-Krise zeigt, wie schnell und effektiv gehandelt werden kann. Umso unverständlicher ist es für uns, dass für Flüchtende in Not keine raschen Hilfemaßnahmen getroffen werden, sondern quälend langsame Verfahren laufen. Zeigen Sie Humanität und lassen Sie die Menschen nicht zurück!

Für Rückfragen und ein Gespräch stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

GRÜNE JUGEND Bayern (vertreten durch Saskia Weishaupt und Mirjam Körner, Landessprecherinnen)

GRÜNE JUGEND München (vertreten durch Pia Paulsteiner und Felicitas Berger, Kreissprecherinnen)

linksjugend [‘solid] Bayern (vertreten durch Anna Westner, Landessprecherin)

Bayerischer Flüchtlingsrat (vertreten durch Katharina Grote, Sprecherin)

Münchner Flüchtlingsrat (vertreten durch Julian Rapp)

Münchner Mentoren (vertreten durch Elena Löber)

Bellevue di Monaco (vertreten durch Moritz Grebner)

Seebrücke München

Solidarity City München (vertreten durch Adam Yamani)

Karawane München