Warnhinweis: nächster Abschiebeflug nach Afghanistan am 26. März ab Leipzig-Halle

Am 26.03. wird ab Leipzig-Halle der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan stattfinden.

Hier verweisen wir hiermit nochmal auf die Zusammenstellung von Hinweisen vom Bayerischen Flüchtlingsrat in deutsch und dari/persisch. Dort findet Ihr Informationen, welche Personengruppen gefährdet sind und welche nicht – außerdem einige Tipps. Generell betroffen sind rechtskräftig abgelehnten, alleinstehende Afghanen – besonders wenn Straftaten begangen wurden, trotz Aufforderung keine Tazkira vorgelegt wurde, oder sie als Gefährder eingestuft wurden. Eventuell Betroffenen empfehlen wir, Beratung aufzusuchen.
Erneut verurteilen wir das Vorgehen der Bundesregierung  und insbesondere des bayrischen Innenministeriums scharf! Afghanistan ist und bleibt nicht sicher!
Selbst in der aktuellen Ausgabe des „Bundeswehr-Journals“ wird von der drastisch verschlechterten Sicherheitslage in Afghanistan berichtet – Zitat: „Die Nachrichten, die uns in diesen Tagen aus Afghanistan erreichen, sind eine Aneinanderreihung von Hoffnungslosigkeiten. […] Täglich gibt es […] neue Meldungen über Kämpfe und Anschläge“. Auch das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) bereitet derzeit neue Richtlinien zum Schutzbedarf afghanischer Asylsuchender vor. Seit Veröffentlichung der vorherigen Guidelines im April 2016 habe sich „die Sicherheitslage in dem Land  stark verschlechtert“. 2017 seien in Afghanistan bei Anschlägen und Gefechten 3.438 Zivilisten getötet und 7.015 Zivilisten verletzt worden, 16 Prozent davon in der bisher als sichere innerstaatliche Fluchtalternative gehandelten Hauptstadt Kabul. In den Jahren 2016 und 2017 sei Kabul für Zivilisten zur zweitgefährlichsten Region im Land geworden. Mehr dazu auf derStandard.at.
Dennoch weigert sich die Bundesregierung weiterhin, die schlechte Sicherheitslage zu benennen. Wir fordern weiterhin einen sofortigen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan!
Wie gegen jeden Abschiebeflug wird es aller Voraussicht nach auch diesmal wieder eine Demonstration in München geben. Für genauere Informationen informiert Euch im Vorfeld auf der Website des BFR oder auf Facebook.