Duldung

Duldung (§ 60a AufenthaltsGesetz)

Bei der „Duldung“ handelt es sich nicht um einen Aufenthaltstitel im eigentlichen Sinne. Wer „geduldet“ wird, ist ausreisepflichtig (in der Regel nach einem abgelehnten Asylantrag). Die „Duldung“ wird erteilt, wenn die Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist.

Ausweis_Duldung

Der rote Balken hat in Deutschland eine unselige Tradition.  

 

 „Duldung“ bedeutet:

  • Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf ein Bundesland,
  • Arbeitsverbot während der ersten drei Monate des Aufenthalts in Deutschland, danach noch einmal 12 Monate lang nur nachrangiger Zugang zum Arbeitsmarkt und damit kaum eine Chance, eine Arbeit zu finden,
  • bei Bedürftigkeit Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz,
  • ein Familiennachzug ist nicht möglich.
    Druckmittel der Ausländerbehörden zur Förderung der „freiwilligen Ausreise“: extrem kurzfristige Verlängerungen, Arbeitsverbot, Streichung des Barbetrags nach Asylbewerberleistungsgesetz.

Kettenduldungen

In Deutschland leben über 100.000 Menschen mit „Duldungen“, die oft jahrelang immer wieder verlängert wurden, sogenannte „Kettenduldungen“. Kampagnen für eine Bleiberechtsregelung brachten bislang nur unbefriedigende Stichtags-Regelungen und keine vernünftige Lösung für das Problem der Kettenduldungen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie hier: Bleiberecht

 

Toleranz sollte nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

Johann Wolfgang von Goethe